Günstiger Strom

Wann Strom wirklich am günstigsten ist

Vielen Haushalten in Deutschland eröffnet günstiger Strom die Möglichkeit, bei den Energiekosten kräftig zu sparen. Denn viele Verbraucher zahlen noch immer viel zu viel Geld für ihren Strom. Seriösen Schätzungen zufolge ist knapp die Hälfte der Haushalte in der Bundesrepublik im Grundtarif ihres regionalen Versorgers eingestuft. Dieser Tarif gehört allerdings mit zu den teuersten Angeboten am Markt. Günstiger Strom mit hohen Sparpotenzialen kommt nicht von allein in die Haushalte.

Wollen Abnehmer sparen, müssen sie sich nach preiswerten Tarifen umsehen und wenn nötig auch den Versorger wechseln.

Energiekosten steigen

Stromanbieter vergleichen & wechseln

Hohe Kosten für Energie belasten die Haushalte in Deutschland schon seit Jahren. Allein in der letzten Dekade stiegen die Preise für Strom um bis zu sechzig Prozent. In der gleichen Zeit nahmen auch die Anstrengungen vieler Verbraucher zu, durch ihr Verhalten beim Stromverbrauch zu sparen. Der in den letzten Jahren verstärkte Griff der Käufer nach energiesparenden Haushaltsgeräten ist nur ein Indiz dafür. Wann ist Strom günstiger, fragen sich viele Kunden und nutzen zum Beispiel für ihre elektrische Heizung Nachtstrom als kostengünstige Variante. Doch Sparen beim Verbrauch allein hilft nicht, hohe Kosten für Strom endgültig in den Griff zu bekommen. Eine der hauptsächlichen Ursachen, warum Energiekosten das Budget eines normalen Haushaltes belasten, sind eben die hohen Preise. Gibt es keine Möglichkeiten mehr, sich beim Verbrauch einzuschränken, muss am Ende günstiger Strom her.

Günstiger Strom
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Hohe Kosten für Energie belasten die Haushalte in Deutschland schon seit Jahren.

Wechsel ist möglich

Den Anbieter für Strom zu wechseln ist einfach und für die Haushalte auch ohne Risiko möglich. Damit hat es ein jeder Stromnutzer selbst in der Hand, zum Stromsparer zu werden. Er kann bei den Energiekosten sparen, die Umwelt nachhaltig schonen und am Ende sogar einen wichtigen Beitrag für mehr Wettbewerb am Markt für Strom leisten. Welche Summen ein Haushalt durch den Wechsel des Stromanbieters sparen kann, hängt von verschiedenen Umständen ab. Wichtige Faktoren etwa sind der jährliche Verbrauch an Energie und der Wohnort. Gibt es regional eine große Zahl von Anbietern, steigt auch das Sparpotenzial. Im besten Fall können große Haushalte und Familien, die deutlich über 5.000 Kilowattstunden im Jahr an Strom verbrauchen, in Regionen mit großer Dichte an Wettbewerbern über 100 Euro Energiekosten im Jahr sparen. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass sie zuvor im Grundtarif des regionalen Versorgers waren. Auch Single Haushalte haben große Potenziale, bei der Energieversorgung zu sparen.

Allerdings müssen sie beim Wechsel eine Frist einhalten. Aus der Grundversorgung heraus können Verbraucher immer zum ersten Tag des übernächsten Monats kündigen. Wurde bereits einmal gewechselt, dann muss die Laufzeit des neuen Tarifs eingehalten werden. Eine Ausnahme gilt dann, wenn der Preis für die Belieferung mit Energie steigt. Dann haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht und können sich nach einem besseren Tarif umsehen. Damit Verbraucher schnell reagieren können, sollten sie sich also öfter die Konditionen der Anbieter am Markt anschauen und gezielt wechseln. Ein Preisvergleich lässt sich am schnellsten mit der Unterstützung von einem der vielen Strompreisrechner im Netz durchführen. Die meisten Vergleichsportale informieren Stromkunden genau, wie sie vorgehen müssen. Wichtige Informationen gibt es auch in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen sowie bei Energieberatern. Kunden sollten beim Vergleich auf die Bruttopreise der Versorger achten. Wer die Umwelt schonen will, nimmt die Herkunft sowie die Zusammensetzung seines Stromprodukts genauer unter die Lupe. Ökostrom ist an den Labeln wie etwa ok-Power oder Grüner Strom zu erkennen. Die Erstlaufzeit beim neuen Stromvertrag sollte nicht länger als ein Jahr dauern. Optimal ist eine kurze Kündigungsfrist des Vertrages. Ein Monat ist als Frist ausreichend.

Auf Fallstricke achten

Wer mit dem von ihm gewählten Anbieter auch wirklich zufrieden sein möchte, muss auf verschiedene Fallstricke achten. Diese können sich in jedem Vertrag verstecken. Günstiger Strom wird am Ende teurer, wenn man die Tricks der Anbieter nicht kennt und sich nicht dagegen wappnet. Wer etwa auf einen Versorger umsteigt, der mit einem Bonus oder mit Rabatten lockt, sollte genau hinsehen. Manche Versorger zahlen die versprochenen Boni nicht. Vertraglich festgelegt ist, dass ein Bonus in der Regel gegolten wird, wenn der Kunde seinem Anbieter ein Jahr lang treu bleibt.

Das bedeutet nicht, dass auch jeder Kunde von seinem Versorger den versprochenen Nachlass auch bekommt. Die Falle, in die viele Verbraucher tappen, steckt wie so oft im Kleingedruckten. Dort gibt es Klauseln, die den Bonus für eine Reihe von Kunden ausschließen. Ein Grund ist es, wenn sie freiberuflich von zuhause arbeiten. Ein anderer Ausschlussgrund kann sein, dass Kunden vorher den Strom aus einem anderen Tarif des gleichen Anbieters bezogen haben. Es gibt sogar Versorger, die ihren Kunden früh kündigen, um keinen Bonus zahlen zu müssen. Hier brauchen Verbraucher juristische Hilfe.

Manche Discounter setzen auf drastische Erhöhungen ihrer Preise. Das setzt in der Regel spätestens nach einem Jahr ein. Information zum Preisanstieg verstecken die Versorger zum Teil in langen Mails. Sie hoffen, dass Kunden diese übersehen und nicht von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Preisaufschläge werden verschleiert, wenn der Versorger plötzlich zwölf statt elf Monatsraten kassiert. Eine solche Praxis, mit der günstiger Strom am Ende teurer wird, ist zwar nicht durchgängig. Die Mehrzahl der Anbieter arbeitet ehrlich. Doch wer die Fallen kennt und sich zum Beispiel auch gegen fehlerhafte Abrechnungen zur Wehr setzt, spart sich am Ende viel Ärger.

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